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Es fehlt an Schulplätzen und Wohnraum

Runder Tisch: Unkonventionelle, schnelle Hilfe für Flüchtlinge

„Der Runde Tisch legt großen Wert darauf, so schnelle und unkomplizierte Hilfe zu leisten wie nur möglich“, betonte Dechant Dr. Wolfgang Picken einmal mehr in seiner Eigenschaft als Moderator anlässlich der Dezembersitzung der Bad Godesberger Flüchtlingshilfe.

„Wir möchten dort einspringen, wo keine staatliche Förderung oder Re-Finanzierung möglich ist oder wo bürokratische Hürden einer schnellen Reaktion im Wege stehen.“ Er nahm hierbei Bezug auf die Schilderungen von Frank Rosbund, Schulrat für die Stadt Bonn, der der Einladung des Runden Tisches gefolgt war. Er gab Einblick in die aktuellen Aufgaben- und Problemstellungen, die es bei der Integration der wachsenden Zahl von geflüchteten Kindern und Jugendlichen auf dem Weg in die Regelschulen und den Beruf zu lösen gilt. 45 alleinreisende, jugendliche Flüchtlingen warten gegenwärtig auf einen Sprachkurs und die Zuweisung eines Schulplatzes, weil sie nicht aus bestimmten Herkunftsländern kommen. Der „Runde Tisch“ sagte dem Schulamt sofortige Hilfe für die geeigneten Sprachkurse zu, damit diesen Jugendlichen ein schneller Zugang zum Spracherwerb ermöglicht werden kann. „Es darf diesen jungen Menschen nach allem dem, was sie hinter sich haben, nicht auch noch verwehrt werden, die deutsche Sprache zu erlernen und somit am gesellschaftlichen und kulturellen Leben bei uns teilzunehmen. Sie sollen die Erfahrung machen dürfen, dass sie einmal nicht an Schranken stoßen. Ganz unabhängig davon, aus welchem Herkunftsland sie stammen. Durch den Spracherwerb können wir ihnen einen wertvollen Bildungs- und Biographiebestandteil mit auf den Weg geben“, so Wolfgang Picken weiter. Gleichzeitig richtet der „Runde Tisch“ die Bitte besonders an alle kirchlichen und privaten Gymnasien, Klassen zum Spracherwerb für die Kinder und Jugendlichen unter den Flüchtlingen zu eröffnen. Das Angebot sei immer noch zu gering, aber wichtig für die Integration und Bildung der jungen Flüchtlinge. „Es wäre sehr hilfreich, wenn gerade die kirchlichen Schulen hier dem guten Beispiel der Otto-Kühne-Schule folgen würden“, sagt Wolfgang Picken weiter. Für die Finanzierung und Organisation weiterer vorbereitender Sprachkurse für Erwachsene stellte der „Runde Tisch“ 6.000 Euro bereit. Die im Januar beginnenden Kurse sollen auch BewohnerInnen des Flüchtlingswohnheimes Michaelsschule zu Gute kommen.

Eines der drängendsten Themen in der Flüchtlingshilfe bleibt die Suche nach Wohnraum für Menschen, denen das Bleiberecht zugesprochen wurde. „Wir brauchen dringend privaten Wohnraum und hoffen wieder auf die Hilfe aus der Bevölkerung“, mit diesen Worten appelliert Dr. Wolfgang Picken im Namen des Runden Tisches nochmals an alle Godesbürger, auch über unkonventionelle Wege der Hilfe nachzudenken. So etwa über die Vermietung von leerstehendem privatem Wohnraum, der für die eigenen Kinder oder Angehörige freigehalten wird, die ihn in absehbarer Zeit nicht nutzen werden. „Wir beraten gerne über die individuellen Voraussetzungen und Möglichkeiten, geflüchtete Menschen auf dem Weg aus den Übergangsheimen in die eigenen vier Wände zu unterstützen“, bekräftigt Jessica Hübner-Fekiri, Koordinatorin des Runden Tisches. Bei allen Fragen zur Organisation und Finanzierung, zur Kontaktaufnahme mit Wohnungssuchenden und deren Paten, stünde die Koordination potenziellen Vermietern zur Seite: Telefonnummer 0228 53881320 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Schließlich verabschiedete der Runde Tisch sein neues Logo. Das Motiv ist als Symbol für die enge Zusammenarbeit und das Ziel aller teilnehmenden Gemeinden und Institutionen sowie dem wachsenden Stab aus engagierten Ehrenamtlichen zu verstehen. „Jetzt hat unser Engagement rund um den Spracherwerb, vielfältige Beratungs- und Freizeitangebote, Begegnung und Integration, medizinische und psychologische Hilfestellung u.v.m. ein Gesicht nach außen“, so Hübner-Fekiri.

Der „Runde Tisch“, zu dem alle Akteure und Initiativen der Flüchtlingshilfe in Bad Godesberg gehören, bleibt auch weiterhin auf Unterstützung angewiesen. Wer die Arbeit der Flüchtlingshilfe Bad Godesberg finanziell unterstützen möchten, kann eine Spende tätigen: KGV, Sparkasse KölnBonn (BIC: COLSDE33XXX) IBAN: DE52 3705 0198 1901 0771 62

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Christian Schulz

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